(Sabine Lorenz schrieb ihre Eindrücke dieses Abends mit mit dem Titel "Ein tänzerisches Feuerwerk der Meisterklasse" nieder)

Hört man Cabaret, stellt man sich sofort New York und den Brodway vor. Aber nein, hier sind wir in Falkensee und nicht Profis, sondern die jungen Tänzer und Tänzerinnen des Regenbogenensembles und Ihre Gäste standen auf der Bühne. Den für die Leistung des Ensembles viel zu kleinen Saal füllten Eltern, Großeltern, Freunde, Bekannte und Gäste. Mehr hätten da wirklich nicht reingepasst. Auch der neu gewählte Bürgermeister der Stadt Falkensee, Herr Müller, war nebst Gattin anwesend.
Die Anspannung, nun endlich das Ergebnis der harten Arbeit des letzten Jahres präsentieren zu dürfen, stand allen Akteuren ins Gesicht geschrieben. Die Aufregung vor und vor allem hinter der Bühne war förmlich greifbar.

Eröffnen durften die große Show die Fantasydancer zusammen mit Kirsten mit einem getanzten Willkommen aus dem Musical „Cabaret“. Was für eine gute Idee und das war erst der Auftakt zu einem Feuerwerk der verschiedenen Tanzrichtungen.

Wenn Tanzmäuse, die gerade mal 6-8 Jahre alt sind, sich als silbrig glänzende Roboter mit Bewegungen, die an Computeranimationen erinnern, präsentieren, braucht uns um die Zukunft nicht bange sein. Aber auch verspielt als lustig hüpfende Zwerge oder starke Bäume im Wald konnte man die Kleinsten dann in schönen bunten Kostümen bewundern. Alle waren von der Eleganz und Leichtigkeit der kleinen Tänzer und Tänzerinnen sehr angetan.

Ob als "Kinder aus aller Welt" oder als lustige Blumen und Schmetterlinge, die 9-11 jährigen Sternschnuppen des Regenbogenensemble machten ihrem Namen alle Ehre und schwebten zwar nicht durch die Luft, aber über die Bühne. Wie tanzt eigentlich eine Blume? Sie wiegt sich im Wind und lässt sich von den Schmetterlingen umflattern und zusammen mit der Musik fühlte sich der Zuschauer wie mitten auf einer duftenden Waldwiese. Ein Augen- und Ohrenschmaus, der alle Sinne ansprach.

Eine Weltreise zu mitreißender Musik unternahmen die Magicgirls. Zuerst waren sie mit russischer Folklore in Moskau und dann beim König der Löwen. Die tollen Kostüme und vor allem die selbst gebastelten Masken verliehen dem Tanz besondere Raffinesse.
Bezaubernd schön kamen die Fantasydancer daher und eroberten mit Ihrem Queen Medley nicht nur die leider viel zu kleine Bühne, sondern auch die Herzen der Zuschauer. Als CanCan - Tänzerinnen schmissen sie die Beine fast bis an die Nasenspitze. Diese Gruppe hätte es besonders verdient, mit ihrem Charme und ihrer Ausstrahlung mal auf einer größeren Bühne tanzen zu dürfen.

Die locker und leicht vorgetragene Moderation von Katharina Thiele stimmte das Publikum jeweils auf die folgenden Darbietungen ein.
Ob Sie wohl Ihren verloren gegangenen Zwerg wiedergefunden hat?
Beim Suchen helfen konnten hier die Mamas der Tänzer und Tänzerinnen nicht, denn 11 von Ihnen traten als Ladykracher mit einem Disco Medley selbst auf. Bezaubernde Ladys zeigten einen atemberaubenden Showtanz, den sich wohl manche vor einem Jahr selbst nicht zugetraut hätten. Da sieht man mal, dass Mamas nicht nur Chauffeur spielen oder Kostüme nähen können.

Um die verschiedenen Tanzrichtungen dem geneigten Publikum präsentieren zu können, hatte sich das Ensemble mehrere Gäste eingeladen. Ofra Moustakis tanzte ein orientalisches Solo zum Titel "Am Fenster", bei dem sie die moderne Musik mit verführerischen und grazilen Elementen des orientalischen Tanzes ideenreich verband. Gemeinsam entführten Gabriela und Ofra die Gäste als orientalische Tänzerinnen in die Welt aus Tausend und einer Nacht. Fließende Bewegungen, schöne Musik, Harmonie und Sinnlichkeit erzeugten eine tiefe Zufriedenheit und luden zum Träumen ein.
Als ehemaliges Mitglied des Tanzensembles und heutiger mehrfacher deutscher Meister trat Tobias Arzt natürlich gerne mit den Fantasydancern und den Magicgirls zu Musik aus der Show "Lord of the Dance" auf und entfachte auf der Bühne ein wahres Feuerwerk der Schritte. Man muss schon viel üben, um mit solcher Eleganz und Leidenschaft seine Füße in dieser Geschwindigkeit rhythmisch korrekt zu bewegen. Das war eine Meisterleistung!

Die Präsentationen von "Dieters Taebo - Team" sind wohl eher konditionell sportliche Leistungen als eine Tanzrichtung, aber hier ist der Übergang zum Kampfsport sehr fließend.
"Taebo - Kids" und auch "Dieters Taebo - Team" bereicherten den Abend mit tollen Choreografien zu schnellen Rhythmen ebenso wie die "Akrobatik - Girls" mit ihren menschlichen Pyramiden, umrahmt von den Hula - Tanzmäusen mit Zöpfen und Zahnlücken.

Die beiden Leiterinnen der Tanzgruppen Gabriele "Gabriela" Husarzewsky und Kirsten Lisienski choreographierten nicht nur die meisten Tänze, sondern traten natürlich auch selbst auf und läuteten zum Beispiel mit ihrer lustigen Summertime - Interpretation die Pause der Veranstaltung ein.
Der elegante und ausdrucksstarke Auftritt von Gabriela zu arabischer Musik von Albina Ishtar war ein weiterer Höhepunkt der Show und entführte das begeisterte Publikum in die mediterane Welt rund ums Mittelmeer.

Die schönen Stimmen von Sophia und Kathleen stimmten das Publikum mit "Beauty and the Beast" auf den Höhepunkt des Abends ein. Und hier kam wirklich das Beste zum Schluss. Zu Musik aus dem Disney Musical "Die Schöne und das Biest" wurde von allen Tanzgruppen gemeinsam ein kulinarisches Menue aufgetischt.

Mit einer schwungvollen Choreographie wurde der Zuschauer in ein verwunschenes Schloss entführt, in dem bereits angerichtet war. Alle 4 Tanzgruppen des Tanzensembles Regenbogen waren mit farbenfrohen Kostümen am großen Finale beteiligt. Das war ein Gewimmel auf der Bühne. Und doch wusste jeder, wo er seinen Platz hatte. Das Publikum war völlig aus dem Häuschen und forderte lautstark eine Zugabe und so gab es spontan das gesamte Finalstück gleich noch einmal.

Eine große Show, eine fantastische Leistung, eine beeindruckende Aufführung, ein Augen- und Ohrenschmaus und ein gelungener Abend ging leider viel zu schnell zu Ende. Das Publikum konnte sich glücklich schätzen, dabei gewesen zu ein. Ein großer Dank gilt dem gesamten Tanzensemble Regenbogen, den vielen fleißigen Helfern und vor allem den beiden Leiterinnen Gabriele Husarzewsky und Kirsten Lisienski, die sich Ihrerseits an dieser Stelle ganz besonders bei Ihren Ehemännern Frank und Martin und natürlich auch bei Henning für die Unterstützung in der Vorbereitung und für die technische Absicherung der Veranstaltungen bedanken möchten.

Sabine Lorenz im Jahr 2007